| Heimische
Wildtiere im Raum Pulkautal
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| Das Reh |
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Ausgewachsene
Tiere wiegen bis zu 30 kg. Das
Sommerfell
ist gelblich-rot, das Winterfell graubraun, der Haarwechsel April/Mai
und September/Oktober.
Rehe
haben am Hinterteil einen weißen Fleck, Spiegel genannt. Frisch
geborene Kitze gleichen sich mit einem gefleckten Tarnkleid ganz der
Umgebung an. Der
Rehbock wirft im Herbst sein Gehörn aus Knochensubstanz ab, das sofort
wieder neu zu wachsen beginnt. Im Frühjahr reibt der Bock an
kleinen Bäumchen die Nährhaut von seinem fertigen Gehörn,
dient auch der Reviermarkierung. Winter: Zusammenschluss des Rehwildes
zu Rehfamilien, Auflösung im März.
Lebensraum
Lebensraum:
Randzonen reich strukturierter Busch- und Mischwälder (Heckenschlüpfer).
Auch
offene Feldflur (Feldrehe), in der Nähe von menschlichen Siedlungen, in
Stadtparken.
Als
Kulturfolger ist das Reh sehr anpassungsfähig. |

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Der Fasan |
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Größe:
etwa wie ein Haushuhn.
Der
Fasanen-Hahn und die Fasanen-Henne unterscheiden sich deutlich: Der Hahn
ist sehr bunt gefärbt, Kopf und Hals sind dunkelgrün, über den Augen
hat er rote Schwellkörper, der Schwanz ist lang und schmal. Er hat
Sporen an der Hinterseite der Beine. Die Henne trägt ein schlicht
braunes Tarnkleid und einen kürzeren Schwanz. Die
Färbung der Männchen variiert stark, da die heute in Österreich
vorkommenden Fasane Kreuzungen aus vielen verschiedenen Rassen sind.
Lebensraum
Optimal
ist eine abwechslungsreiche Landschaft mit Feldern, Wiesen, Hecken,
Feldgehölzen, Schilfzonen und Gewässern.
Fasane
bevorzugen leichte, sandige Böden zum Scharren nach Magensteinchen und
für Staubbäder zur Gefiederpflege.
Sonnige,
vegetationsfreie Plätze brauchen sie zum Trocknen und Aufwärmen nach
Regengüssen. |
| Der Feldhase |
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Das
wichtigste Erkennungsmerkmal sind seine langen Ohren mit
schwarz-umrandeten Spitzen.
Große
bernsteinfarbene Augen, die seitlich am Kopf sitzen, so dass der Hase
nach hinten sehen kann, ohne den Kopf zu drehen.
Das
Fell ist an der Oberseite erdbraun (Tarnung), an der Bauchseite weiß. Äußerlich
unterscheiden sich Häsin und Hase nicht. Gewicht:
4 bis 6 kg.
Lebensraum
Der
Hase stammt ursprünglich aus der Steppenlandschaft und ist als
Kulturfolger ein anpassungsfähiges Tier, das heute in unserer
Kulturlandschaft lebt.
Er
liebt trockenes, warmes Wetter und ist in Österreich fast flächendeckend
verbreitet. |

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Das Rebhuhn |
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Das Rebhuhn ist etwa
taubengroß,
Kurzstreckenflieger und
Laufvogel
Es hat kurze, breite
Schwingen und einen kurzen Schwanz. Hahn und Henne sind ähnlich
gefärbt: Rücken und Flügeldecken sind graubraun, Kopf und Hals sind
rostrot.
Gewicht: 300 bis 450
Gramm
Lebensraum
Das Rebhuhn ist das typische
Feldhuhn. Es meidet den Wald und verbringt selbst die Nacht in Deckung
am Boden in der Feldflur.
Es braucht eine
strukturreiche Vegetation: nicht zu große Feldschläge, unkrautreiche
Feldraine und Wegränder, Altgrasstreifen, Brachen, niedrige Gebüsche
und Hecken und trockenwarmes Klima
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| Der Fuchs |
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Verschiedene Farbvarianten von rotbraun bis
schwarz. Sommerbehaarung: kurz und stumpf,
Winterfell: dick und glänzend. Fuchsgewicht: Männchen 5 bis 10 kg,
Weibchen 4 bis 8 kg.
Lebensraum
Der Fuchs lebt im Wald, in landwirtschaftlich
genutzten Flächen und in Ödländereien.
Der Fuchs gilt als typischer Kulturfolger,
da er sich allen Lebensverhältnisse anzupassen vermag. |

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Der Dachs |
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Markante schwarz-weiße Färbung am Kopf.
Plumper Körper, kurze, schwarze Beine.
Fell: Rücken schmutzigbraun bis
silbergrau, Bauch hell. Gewicht: bis zu 25 kg.
Eine äußerliche, optische Geschlechtsbestimmung zwischen Bär und Dächsin ist nicht möglich.
Lebensraum
Laub- und Mischwälder des Flachlandes und
der Mittelgebirge.
Dachs gilt als standorttreues Tier. In
Gegenden mit Weinanbau wandert er jedoch zur Beerenreife oftmals mehrere
Kilometer.
Dachsburg: weit verzweigtes Bausystem bis
zu 30 m Durchmesser meist an Waldrändern mit umliegenden Feldern und
Wiesen. Als Untermieter wird oft der Fuchs aufgenommen.
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| Der Bussard |
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Der häufigste
einheimische Greifvogel.
Fast alle haben ihn schon an Autobahnen und Landstraßen, auf einer
Warte sitzend oder fliegend, gesehen. Trotzdem kommt es häufig zu
Verwechslungen mit anderen Greifvögeln, weil zB. die Mäusebussarde eine
Vielzahl verschiedener Farbschattierungen (von fast weiß bis
dunkel-braun) aufweisen und auch die Größe regional unterschiedlich
sein kann.
Lebensraum
Im Pulkautal ist er das ganze Jahr anzutreffen. Während des
Winters sogar in größeren Stückzahlen, weil nordische Vögel
häufig hier überwintern. Im Frühjahr, während der Balz, kreisen die
Paare oft stundenlang am Himmel.
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Der Falke |
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Die verschiedenen Falkenarten sind
auf der ganzen Welt verbreitet. Gewöhnlich findet man sie in Mitteleuropa
nur in den den österreichischen Donauwäldern. Seit Ende der 80er
Jahre wurden aber auch ein paar Brutpaare im Pulkautal in
Niederösterreich beobachtet.
Lebensraum
Falken besiedeln die
unterschiedlichsten Lebensräume. Buntfalken können sich an viele
verschiedene Lebensräume anpassen: auf Feldern, in Wäldern und von der Wüste bis ins
Hochgebirge. Vor allem in Grenzgebieten zwischen Wald und offener
Kultur.
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| Die Wiesenweihe |
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Die
Wiesenweihe ist die
kleinste in Europa lebende Weihenart. Sie wirkt im Flug überaus schlank
und grazil, etwas schlaksig und trotzdem elegant. Sie erinnert dabei
eher an eine Möwe oder Seeschwalbe als an einen Greifvogel. Sie ist
noch schlanker als die sehr ähnliche Kornweihe.
Das Verbreitungsgebiet der Wiesenweihe ist von Südwesteuropa und
Nordwestafrika bis zum Altai. Früher brütete sie in Feuchtwiesen und
Flachmooren, heute fast ausschließlich in Feldern
mit Wintergerste.
Lebensraum
Durch die fortschreitende Zerstörung ihres ursprünglichen Lebensraumes
kam es besonders seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
europaweit zu einem starken Bestandsrückgang. Heute gehört diese
Greifvogelart zu den nach europäischem Recht besonders geschützten
Arten (Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie). Sie ist in
Österreich vom Aussterben bedroht.
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Der Blutspecht |
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Vor
allem das Männchen dieser
Spechtart zimmert im Frühjahr in Laub oder Nadelbäumen eine etwa dreißig
Zentimeter tiefe Nisthöhle, die oft mehrere Jahre benutzt wird. Das
Weibchen legt 5-6 Eier, die es gemeinsam mit dem Männchen 12-13 Tage
bebrütete. Die Eltern füttern ihre Jungen direkt aus dem Schnabel. Als
Nahrung dienen vorwiegend Insekten und Larven, die mit der langen,
klebrigen Zunge aus den Bäumen geholt werden.
Lebensraum
Der
Blutspecht kommt in ganz Europa mit
Ausnahme Irlands und des hohen Nordens vor. Häufigere Sichtungen im
Pulkautal seit Mitte der 90 er Jahre.
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| Die Sperbergrasmücke |
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Die Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria)
ist unsere größte Grasmückenart. Die Oberseite des Vogels ist
aschgrau, die Unterseite grauweiß mit dunkler (namensgebender)
Sperberung.
Der Zugvogel überwintert in Afrika
(Wegzug meist August/September) und kehrt im Mai in das Brutgebiet zurück.
Lebensraum
Die Art bevorzugt offenes, sonniges Gelände
mit Dornengebüschen, zum Beispiel Gehölz-, Weg- und Waldränder,
ehemalige Weinberge, Altobstanlagen, offengelassene flachgründige
Kuppen, Steinbrüche, Tagebaurandgebiete, und kommt oft zusammen mit dem
Neuntöter vor.
Im Mai bis Juni brütet die Sperbergrasmücke
in Dornengebüschen von Brombeere, Hundsrose, Schlehe, Weißdorn,
Himbeere und anderen Sträuchern.
Die Sperbergrasmücke kommt lückenhaft
im wärmebegünstigten Tief- und Hügelland der nördlichen Weinviertels
(bevorzugt das Pulkautal) vor.
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Der Neuntöter |
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Die hauptsächliche Nahrung des Neuntöters besteht aus größeren
Insekten, aber auch Mäuse, Kleinvögel, Frösche, Reptilien,
kleinere Insekten, gelegentlich Regenwürmer sowie Früchte werden
gefressen. Im Oktober zieht der
Neuntöter in sein Winterquartier. Er ist ein Langstreckenzieher
und muss zum Erreichen seines Winterquartiers im südlichen
Afrika die Sahara überfliegen.
Aufgrund des Lebensraumverlustes gehört der Neuntöter zu den
gefährdeten Arten. Die Umwandlung von Grünland in Ackerflächen,
die Beseitigung von Hecken und Streuobstbeständen sowie die
Intensivierung der Bewirtschaftung mit all ihren negativen
Folgen haben die Bestände dieses Heckenbrüters in den letzten
Jahrzehnten reduziert.
Der Erhalt und die Neuschaffung offener und extensiv genutzter
Landschaften mit Hecken können die Populationen des Neuntöters
vor einem weiteren Rückgang bewahren.
Lebensraum
Der zu den sogenannten Würgern gehörende
Neuntöter besiedelt die offene bis halboffene, vielseitig
strukturierte und meist extensiv genutzte Kulturlandschaft. In
seinem Lebensraum benötigt er Nistmöglichkeiten, für die
Nahrungssuche offenere Jagdflächen mit Sitzwarten. Sträucher mit
Dornen und Stacheln werden gerne als solche angenommen, dort
werden auch Beutetiere häufig aufgespießt (daher der Name
Neuntöter)
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