Trumau an der Triesting

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[ Erklärung des Ortsnamens ] [ Erklärung des Gemeindewappens ] [ Geschichtliche Entwicklung ]
     

Gemeindeamt Trumau

Kirchengasse 6

2521 Trumau


Telefon: 0 2253 / 6245
Fax: 0 2253 / 6245 DW 20
e-mail: marktgemeinde@trumau.at

Web: www.trumau.at 


 

Die Gemeinde

Die Marktgemeinde Trumau liegt in Niederösterreich, im Bezirk Baden, in 202 m Sh.

 

Einwohner

Trumau hat rund 2199  Einwohner auf  18,57 km2

 

Wirtschaft

Der Industrieort an der Triesting im Wiener Becken beherbergt zahlreiche Betriebe: Kabel- und Hobelwerk, elektrotechnische und kunststoffverarbeitende Industrie, Stahl- und Aluminiumbau, Zentrallager einer Handelskette. 

 

Historische Bauwerke

Die Pfarrkirche ist gotisch und wurde 1588 erbaut.

Das Schloss Trumau stammt etwa aus dem Jahr 1650 

Die Dreifaltigkeitssäule wurde in den Jahren 1720 - 1730 errichtet.

 

Erklärung des Ortsnamens

Trumau an der Triesting liegt ungefähr an jener Linie, die den trockeneren (südwestlichen) Teil des Wiener Beckens vom feuchteren (nordöstlichen) trennt. Die Lage an dieser "Übergangszone" erklärt vielleicht den Ortsnamen, denn das mittelhochdeutsche Wort „drum“ bedeutet „Endstück“. Hier also Endstück einer Aulandschaft. In sämlichen alten Urkunden taucht bereits der heutige Ortsname in ähnlicher Form auf: Trumowe (1137/40), Drumau (1139), Drumawe (1178). Drumowe (1233 und 1294), Drumbuowe (1303/06), Drumenaw (1340), Drumpnaw (1380), Drumpnow (1388), Trumaw (1463), Thrumbaw (1548). Und auch der Volksmund Volksmund sprach von „drumðo“.

 

Erklärung des Gemeindewappens
In einem blauen Schild eine zum Schwur bereite naturfarbene Hand, die über zwei gekreuzten silbernen Hämmern schwebt.“ Das Markt- wappen zeigt somit zwei hervortretende Elemente: Die Schwurhand soll an den Eid des Babenberger Markgrafen Leopold IV. erinnern, Trumau dem Stift Heiligenkreuz zu schenken. Die Hämmer aber tra- gen der Entwicklung in den letzten beiden Jahrhunderten Rechnung und weisen auf die Bedeutung von Industrie und Gewerbe im Orte
hin. Verleihung: 1971


 

Geschichtliche Entwicklung

1138
Die Gründung von Trumau fällt in das Hochmittelalter. Der Babenberger Leopold IV. trachtete, das von seinem Vater Leopold III. (dem Heiligen) gegründete Stift Heiligenkreuz lebensfähig zu machen. Aus diesem Grunde hat er es mit verschiedenen Gütern ausgestattet. Trumau gehörte dazu. Der damals dem Kloster vorstehende Abt Gottschalk ließ sich 1138 diese Schenkung mit feierlichem Eide bekräftigen. Die Schwurhand im Trumauer Marktwappen weist auf dieses bedeutende Ereignis hin, das am Beginn der Jahrhundertelangen Verbundenheit des genannten Stiftes mit Trumau stand.

13. Jh.
Bald nach dem Tod des ersten in Österreich regierenden Habsburgers Rudolf war Trumau bereits ein stattlicher Ort. In den Quellen werden eine Mühle und fast 40 Ganz- bzw. Halblehen angeführt. Die folgenden Jahrzehnte brachten viel Elend über Land und Leute. Eingefallene Heuschreckenschwärme fraßen alles kahl und lösten Hungersnöte aus, die Pest wurde eingeschleppt und dezimierte die Einwohnerschaft, die zahlreichen Fehden und Kriege des Spätmittelalters trugen das ihre zum Leid und zur Not der Bevölkerung bei. Doch während einige Nachbarorte verödeten, überlebte Trumau diese Krisenjahrzehnte. Allerdings ließen Glaubensspaltung und Türkenansturm den Ort vorerst nicht zur Ruhe kommen und forderten weitere Opfer.

1588
Unterdessen war nach dem Loslösen von der Mutterpfarre Traiskirchen eine eigene Pfarre Trumau gegründet worden. 1588 konnte die erste Pfarrkirche im Ort eingeweiht werden. Diese, sowie das noch ältere Schloss gingen zugrunde, sind allerdings als Renaissancebauten wieder errichtet worden. Viele Persönlichkeiten, so Kaiser Leopold I., weilten immer wieder gerne hier, vor allem, um sich in der Umgebung dem Jagdvergnügen zu widmen.

1614
Bereits in diesem Jahr ist in Trumau ein Schulmeister nachweisbar, die Einrichtung der Schule selbst dürfte auf die Pfarrgründungszeit zurückgehen.

ab 1675
Das Stift Heiligenkreuz ist die alleinige Grund-, Orts- und Konskriptionsobrigkeit von Trumau. Im Zusammenhang mit den revolutionären Ereignissen 1848/49 ging diese wohl offiziell zu Ende, doch ist es sicher nicht übertrieben, wenn von einer Verbindung zwischen den beiden bis in die heutige Zeit gesprochen wird.

19. Jh.
Im vergangenen Jahrhundert hat die Industrialisierungswelle das gesamte Wiener Becken umfasst. Neben dem konkurrenzlos dastehenden Mühlenbetrieb spielte in Trumau vor allem die Textilindustrie jahrzehntelang eine beachtenswerte Rolle. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

ab 1955
Anknüpfend an die Siedlungstätigkeit der Ersten Republik, begonnen mit der Errichtung der "Nebenerwerbssiedlung", konnte sich die Gemeinde rasch vergrößern. Landwirtschaft und Weinbau hatten längst das Tief überwunden und neues industrielles Leben zog in den Ort ein. Die beiden Hämmer im Marktwappen sollen das dokumentieren. Innig verbunden mit dem wirtschaftlichen Aufstieg sind die zahlreichen sozialen Leistungen der Gemeinde.

1965 - 1993
Insgesamt werden 255 Wohnungen, davon 151 Genossenschafts- und 39 Eigentumswohnungen in diesem Zeitraum errichtet. Die Gemeinde verfügt über 65 Neubauwohnungen, von denen 14 speziell für Senioren ausgestattet sind.

1971
In Anerkennung aller Tätigkeiten wird Trumau mittels Gesetzesbeschluss des Landtages zum Markt erhoben.

ab 1976
Ausbau des Erdgasnetzes und von 1985 - 1993 Verlegung des Abwasserbeseitigungssystems.

1992
Nach Fertigstellung des Abwasserbeseitigungssystems und des parallel dazu laufenden Neubaues sämtlicher Straßen konnten nach finanziell schwierigen Jahren endlich andere Vorhaben in Angriff genommen werden. In diesem Zusammenhang wurde die Gemeinde im Jahre 1992 für die Errichtung eines Radweges entlang der Triesting vom Kuratorium für Verkehrssicherheit als Vorbildgemeinde ausgezeichnet.

1993
Am nordöstlichen Ende von Trumau beginnt die Errichtung einer Reihenhaussiedlung mit 63 Wohneinheiten.

1995
Die feierliche Eröffnung des neuerbauten Turnsaales in der Volksschule findet im Beisein von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky statt.

1997
Trumau erlebt die schwerste Hochwasserkatastrophe der letzten 30 Jahre. In der Dr. Th. Körnerstr. 56 werden 21 Genossenschaftswohnungen fertiggestellt und den neuen Mietern übergeben. Durch den Bau der A3 Südostautobahn wurden an der Ortsgrenze zu Münchendorf prähistorische Funde entdeckt. Für die Besichtigung der ausgegrabenen Relikte wird die Errichtung eines Museums im Schloss Trumau in Angriff genommen.

Mit freundlicher Genehmigung von der Marktgemeinde Trumau zur Verfügung gestellt.